Fachdidaktik
Wider die Hoffnungslosigkeit: Bildungsprozesse durch angewandtes Gestalten im Anthropozän
Die vorliegende Arbeit entstand im Rahmen des Seminars "Politischen Bildung: Anthropologie im Anthropozän" im Sommersemster 2024 an der Universität Bamberg. Sie setzt sich im ersten Teil mit dem Menschenbild im Zeitalter des Anthropozäns und die dadurch verursachte Klimakatastrophe auseinander. Dabei gilt es zu klären, was das Anthropozän ausmacht und welche Rolle der Mensch, aber auch die Dingwelt dabei spielen. Ziel ist es dabei, die Implikationen auf die Bildungsprozesse im Anthropozän darzustellen.
Im zweiten Teil geht es um ein handlungsorientiertes Konzept aus der ästhetischen Bildung, welches dieses Menschenbild aufgreift und auch im Sinne einer politischen Bildung tätig werden will. Es geht dabei um einen gestaltenden Dialog mit dem Material, dem Werkstoff im Rahmen der Werkarbeit.
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Dissertation: Zwischen Handwerk, Technik und Kunst

Historisch-systematische Grundlegung der Bildungsbedeutung des Werkens von Lucas König
Im Mittelpunkt der Dissertation von Lucas König steht die Bedeutung des Werkens als Bildungsangebot. Er erarbeitet dabei im historisch-systematischen Sinne wesentliche Aspekte und leistet dabei einen wichtigen Beitrag zum aktuellen Bildungsdiskurs. In Zeiten der Digitalisierung ist dies wichtiger denn je, droht doch das Fach Werken an den Rand gedrängt zu werden. Dabei resümiert er:
"Die praktisch-produktive Auseinandersetzung mit der Welt und deren aktive Gestaltung gehören zu den zentralen Anliegen des schulischen Werkunterrichts. Werken eröffnet Zugänge zum künstlerisch-gestalterischen Handlungsraum, fördert das Verständnis technischer Funk-tionszusammenhänge und lässt die materielle Welt in ihrer Vielschichtigkeit erschließen. Werken ist Bildungs-, Handlungs- und Weltpraxis zugleich.
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Facharbeit: Werken mit hör- und sprachgeschädigten Kindern im Heim
Bernadette Unterhitzenberger geht in ihrer Facharbeit 2006 der Frage nach, wie die Konzentration und Ausdrucksfähigkeit bei hör- und sprachgeschädigten Kindern durch kreatives Gestalten gelingen kann. Im Vorwort beklagt sie, dass handwerkliches und kreatives Arbeiten zu kurz kommen:
"Das handwerkliche und kreative Arbeiten mit Materialien wie Holz, Ton, Papier, etc. wird in der heutigen Erziehung in meinen Augen sehr vernachlässigt. Dies beginnt bereits im Kleinkindalter. So wird nach meinen Erfahrungen in den Kindertagesstätten viel Wert auf die musikalische Früherziehung, Bewegungserziehung, sprachliche Bildung, etc. gelegt. Die Heranführung an Ton, Holz o. ä. findet aber dagegen selten statt.
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Facharbeit: Freies Werken im Kontext der Heimerziehung
Aniika Holz lotet in ihrer Facharbeit die pädagogische Bedeutung des freien Werkens aus. Im Vorwort sieht die das schablonenhafte Arbeiten kritisch:
"Betritt man heute einen Kindergarten oder eine andere Einrichtung in der sich Kinder aufhalten bzw. sie betreut werden, wird man dies schnell erkennen. Die Räume sind sehr schön mit Selbstgebasteltem der Jungen und Mädchen dekoriert. Dies ist doch eigentlich eine wertvolle Sache, die Kinder setzen sich mit Material und Werkzeug auseinander, motorische Fertigkeiten der unterschiedlichen Zielgruppen werden gefördert und sie gehen einer Beschäftigung nach.
Ebenso sind erfreulicherweise immer mehr Pädagogen der Auffassung, dass der fantasievolle Umgang mit Werkmaterialien einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklung der Kinder und Jugendlichen in vielerlei Hinsicht leistet.
Aber noch heute heißt Basteln und Werken in vielen pädagogischen Einrichtungen: Modelle nachzuarbeiten, deren Ausführung und Herstellung der Erwachsene vorausplant und vorgibt.
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Facharbeit: Förderung der Motorik duch Bauen und Spielen im Abendteuerspielplatz?
Magdalena Beier setzte sich u.a mit der Bedetutung des Werkens im Abenteuerspielplatz auseinander. Sie zieht folgendes Fazit:
"Der Abenteuerspielplatz bietet den Kindern unzählige Möglichkeiten sich selbst zu verwirklichen, zu gestalten, mitzubestimmen und zu lernen. Mit seinen Schwerpunkten Erde, Feuer, Wasser und Luft können die „Stadtkinder“ diese grundsätzlichen Elemente der Natur kennenlernen, sich damit auseinandersetzen und auch verändern. Genau diese Verbindung von Natur, Handwerk, Freiheit, Selbstbestimmung, Mitspracherecht, Erforschung und Spiel trägt positiv zur Entwicklung der Kinder bei und läßt sie spielerisch Lernen und Lebenserfahrungen machen. Es ist schade, dass es so wenige Einrichtungen dieser Art gibt und im Verhältnis nur wenige Kinder in den Genuß dieser Möglichkeit der Freizeitgestaltung kommen. Auch verhindern oft die Eltern einen Besuch bei kälterem Wetter, da es ihnen zu kalt ist, was nicht unbedingt dem Empfinden des Kindes entspricht.
Das Leben ist ein Abenteuer! Lassen wir die Kinder von Anfang an daran teilhaben und ermöglichen wir ihnen auch die Auseinandersetzung mit der Natur. So können sie sich wappnen für die Herausforderungen der Erwachsenenwelt!" (Beier, 2003: 23)
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